Das wollen wir!

Die Eltern der Max-Brauer-Schule gegen die geplante Grundschulverdichtung.

Zum Hintergrund

Die Geburtenzahlen steigen stetig, der Wohnraum in Hamburg wird weiter verdichtet und ist insbesondere in Altona für Familien sehr attraktiv. Konkrete Planungen für dringend benötigte neue Schulen im Altonaer Kerngebiet? Fehlanzeige.

Noch vor einem Jahr verkündete die Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB): „Die Schulbehörde will bis zum Jahr 2022/23 drei neue Grundschulen mit jeweils vier Parallelklassen im Altonaer Kerngebiet bauen, davon eine Grundschule im nördlichen Bahrenfeld (Trabrennbahn), eine im Grenzbereich Bahrenfeld / Ottensen und eine im Grenzbereich Ottensen / Othmarschen. In Abstimmung mit dem Bezirksamt werden aktuell mehrere Flächen für Grundschulstandorte geprüft.“
(Pressemitteilung der BSB vom 27.03.2018)

Bereits wenige Monate später kann von neuen Schulen keine Rede mehr sein. Es sind keinerlei Bemühungen erkennbar, die versprochenen – und dringend benötigten – Schulen tatsächlich zu bauen, geschweige denn bis 2022/23 fertig zu stellen. Stattdessen wurde unserer Schule im Dezember 2018 von der Behörde mitgeteilt, dass die Grundschule von drei auf sechs Züge verdoppelt werden soll: Bei gleichbleibender Grundstücksfläche und umfangreichen Baumaßnahmen im laufenden Schulbetrieb.

Das muss anders gehen! Es gibt bessere Alternativen.

Die Schülerinnen, Schüler und Eltern der Max Brauer Schule wehren sich entschieden gegen die Pläne der BSB die Schülerzahlen der Grundschule zu verdoppeln und die Versäumnisse der Politik auf dem Rücken der Kinder auszutragen. Es ist gut und wichtig, dass neue Wohnungen gebaut werden. Doch zugleich muss auch die soziale Infrastruktur sichergestellt werden. Denn Menschen und insbesondere Kinder benötigen neben einer Wohnung auch Platz und Raum für Bildung, Bewegung und Entwicklung – gerade in dicht bebauten Stadtteilen wie Ottensen:

  • Wir lehnen die Erhöhung der Zügigkeit an der Grundschule der Max Brauer Schule und die damit einhergehenden umfangreichen Baumaßnahmen bei laufendem Betrieb ab.
  • Wir fordern die zeitnahe Errichtung einer neuen Grundschule im Grenzgebiet Ottensen / Bahrenfeld – so wie es im März 2018 angekündigt wurde.
  • Wir fordern die BSB auf, transparent zu kommunizieren, welche Maßnahmen erfolgt sind und noch erfolgen werden, um im Altonaer Kerngebiet für den Schulbau geeignete Flächen zu beschaffen.
  • Wir fordern die BSB auf zu begründen, warum sie für den Schulneubau geeignete Flächen im Altonaer Kerngebiet, die ihr wiederholt angeboten wurden, abgelehnt hat und dadurch die Verdichtung der bestehenden Schulen bewusst provoziert.
  • Wir fordern die aktive Beteiligung der Eltern und der Schulgemeinschaft an der Schulentwicklung – so wie es das Hamburger Schulgesetz vorsieht.
  • Wir fordern eine Schulpolitik, die die Bedürfnisse und Interessen der Kinder im Blick hat, Bildung und Entwicklung Raum gibt und selbstverständlich auch die erhöhten Anforderungen durch Inklusion und Ganztag erfüllt.

Diese Seite soll alle Betroffenen und Interessierten über Neuigkeiten zu den Plänen und Aktionen der Eltern und Aktiven informieren.

Weitere Informationen können gern über info@dasmussandersgehen.de angefragt werden.